News

ND unterstützt kirchlichen Reformprozess

Das christliche Netzwerk ND unterstützt Forderungen nach Erneuerung der Kirche auf verschiedenen Ebenen. Dazu hat der ND-Rat in seiner virtuellen Sitzung am vergangenen Wochenende mit großer Mehrheit zwei Beschlüsse verabschiedet. Zusammengefasst lauten die Kernaussagen: Der ND sieht eine Notwendigkeit für systemische Reformen auf verschiedenen Ebenen (Beschluss „Kirche im Nebel“). Und er unterstützt die Anliegen der „Thesen Maria 2.0“. Bei den Thesen geht es um:

  1. Geschlechtergerechtigkeit und Wahrung der Menschenrechte
  2. Partizipation, Demokratie, kein Klerikalismus
  3. Missbrauchsfälle: Aufklärung, Verantwortung tragen, Betroffene in den Blick nehmen, Ursachen bekämpfen
  4. Verantwortliche Sexualität heute
  5. Pflichtzölibat abschaffen
  6. Finanzen: Bescheidenheit, Verantwortung
  7. Botschaft Jesu – Kernanliegen: Gerechtigkeit, Frieden, Bewahrung der Schöpfung

Auf kirchenpolitischer Ebene sieht der ND-Rat die Gremien des Synodalen Wegs als entscheidend für die Umsetzung der angestrebten Reformen an. Er fordert die Synodalen auf, „mutig wegweisende Reformen“ zu beschließen und sich für die Umsetzung der Synodalbeschlüsse in ihren Bistümern einzusetzen.

Zahlreiche NDerinnen und NDer vertreten einige der von Maria 2.0 und anderen Initiativen vorgebrachten Grundanliegen schon seit Längerem. In den ND-Rats-Beschlüssen heißt es: „Im ND gibt es eine lange Tradition, Neues auszuprobieren und Reformen vorzubereiten, sich für eine ‚Inkulturation des Christentums ins Hier und Heute‘ einzusetzen.“

Der ND-Leiter Dr. Hermann-Josef Tebroke unterstreicht diese Einordnung und ergänzt: „Indem wir aktuelle kirchenpolitische Anliegen von Initiativen wie Maria 2.0 aufnehmen, in unserem Verband diskutieren und in weiten Teilen unterstützen, wollen wir einen konstruktiven Beitrag zum anstehenden Reformprozess innerhalb der Kirche leisten.“

Die Beschlusstexte im Wortlaut können hier heruntergeladen werden:

Zurück